Definition
Der Prozess, bei dem Lernende über ihre eigene Arbeit oder ihren Lernfortschritt reflektieren und die Qualität im Vergleich zu expliziten Kriterien oder Zielen beurteilen.
Prinzip
Prinzip
Die Entwicklung genauer Selbstüberwachung und evaluativen Urteils befähigt Lernende, geeignete Ziele zu setzen, gezielte Strategien zu wählen und Verantwortung für fortlaufende Verbesserung zu übernehmen.
Demonstration
Demonstration
Ein Lernender nutzt eine Rubrik zur Bewertung seines Projekts, schreibt einen reflektierenden Kommentar, der Belege mit jedem Kriterium verknüpft, identifiziert Schwächen und setzt konkrete nächste Schritte zur Überarbeitung.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Oberflächliche Selbsteinschätzungen ohne Belege, Schulung oder Anleitung können Über- oder Untervertrauen sowie fehlgeleitete Anstrengungen verstärken.
Konsequenz
Konsequenz
Wirksame Selbsteinschätzung verbessert metakognitive Bewusstheit, führt zu besserer Zielsetzung und Lernstrategieplanung und fördert übertragbare lebenslange Lernkompetenzen.
Umkehrung
Umkehrung
Ausschließliche Abhängigkeit von externer Bewertung ohne Möglichkeiten zur eigenen Reflexion oder Urteilsbildung beschränkt die Fähigkeit zur Selbstregulation.
Abgrenzung
Abgrenzung
Konzentriert sich auf lernendengeführte Bewertung und Reflexion in Bezug auf Kriterien oder Ziele; ausgenommen sind Lehrkräftebewertungen, unbelegte Selbsturteile und rein affektive Selbstberichte.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Spannung zwischen Selbsteinschätzung als authentisierender, stärkender Praxis und Bedenken hinsichtlich Verzerrung und Genauigkeit gegenüber externer Bewertung.
Synthese
Synthese
Selbsteinschätzung ist eine metakognitive Praxis, bei der Lernende ihre Leistung an expliziten Standards messen, evidenzbasierte Urteile fällen und gezielte Maßnahmen planen, um Lücken zu schließen.