Definition
Ein pädagogischer Ansatz, bei dem Lernende Wissen, Fähigkeiten oder Haltungen vorrangig durch direkte Erfahrung erwerben, gefolgt von strukturierter Reflexion, Konzeptualisierung und anschließenden Experimenten.

Prinzip

Prinzip
Lernen erfolgt effektiver, wenn konkrete Erfahrung mit gesteuerter Reflexion und Abstraktion verbunden wird, sodass Lernende neu gebildete Konzepte in neuen Situationen erproben können.

Demonstration

Demonstration
Eine Naturwissenschaftsklasse führt eine Felduntersuchung zur Wasserprobenentnahme durch; die Schüler werten die Daten im Unterricht aus, diskutieren Muster in Gruppen und entwerfen ein Folgeexperiment zur Hypothesenprüfung.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Praktische Aktivitäten bloß als Unterhaltung zu verwenden, ohne angeleitetes Nachdenken, klare Lernziele oder Möglichkeiten zur Verallgemeinerung der Erfahrung.

Konsequenz

Konsequenz
Bei richtiger Umsetzung erlangen Lernende bessere Behaltensleistung, praktische Problemlösefähigkeiten und Transferfähigkeit; die Wirkung hängt von Qualität der Reflexion und Lehrunterstützung ab.

Umkehrung

Umkehrung
Ein rein lehrerzentrierter Ansatz, bei dem Lernende abstrakte Regeln und Fakten ohne direkte Praxis oder Reflexion über konkrete Erfahrungen erhalten.

Abgrenzung

Abgrenzung
Bezieht Aktivitäten ein, die aktives Tun und Reflexion betonen; schließt passive Beobachtung, unstrukturierte Spielaktivitäten ohne Lernziele sowie Situationen mit Sicherheits- oder Ethikbeschränkungen aus.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Überlappt oft mit forschendem Lernen, Service Learning und projektbasiertem Lernen; Spannungen entstehen, wenn die Erfahrung die explizite konzeptuelle Instruktion verdrängt.

Synthese

Synthese
Erfahrungsbasiertes Lernen verbindet Tun, Reflektieren und Theoretisieren in einem Zyklus, der konkrete Aktivitäten durch explizite Begleitung und Reflexion in nachhaltiges, übertragbares Wissen verwandelt.