Definition
Ein Bewertungsansatz, der von Lernenden verlangt, bestimmte Fertigkeiten oder Lernziele zu beherrschen, bevor sie eine bestandene oder höhere Note erhalten, häufig mit mehreren Versuchen und dem Ausschluss nicht-leistungsbezogener Faktoren aus der Note.
Prinzip
Prinzip
Fokus auf das Erreichen vordefinierter Kompetenzniveaus für Lernziele; Trennung der Lernleistung von Verhaltensaspekten wie Anwesenheit oder Konformität.
Demonstration
Demonstration
Eine Einheit, in der Lernende für jedes Lernziel 'Beherrschung' erreichen müssen — durch formative Tests, Überarbeitungen und Nachprüfungen — bevor die Einheit als abgeschlossen gilt.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Setzen eines unerreichbaren 'Beherrschungs'-Schwellenwerts, Verwenden von Beherrschungsbezeichnungen ohne klare Rubriken oder Verweigerung finaler Noten wegen kleiner administrativer Nichterfüllungen.
Konsequenz
Konsequenz
Lernende erhalten klare Wege zum erforderlichen Kompetenzniveau, weniger Noteninflation und Noten, die bei richtiger Umsetzung besser das nachgewiesene Lernen widerspiegeln.
Umkehrung
Umkehrung
Punktesammelsysteme, bei denen Endnoten vom Durchschnitt vieler geringwertiger Aufgaben abhängen statt vom Erreichen von Kernkompetenzen.
Abgrenzung
Abgrenzung
Gilt für diskrete, lehrbare Ziele und formative Bewertungszyklen; kann unpraktisch sein für schlecht definierte Ergebnisse, darstellende Künste oder wenn externe Akkreditierung numerische Durchschnitte fordert.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Nah an normenbasierter Bewertung, betont jedoch die binäre/Schwellenlogik von 'Beherrschung' und in der Regel strengere Regelungen zu Nachhilfe und Neubewertung.
Synthese
Synthese
Mastery-Bewertung stellt die Frage ins Zentrum, ob Lernende definierte Kompetenzschwellen für spezifische Ziele erreichen, und nutzt Nachprüfungen sowie den Ausschluss nicht-leistungsbezogener Abzüge, um tatsächliche Kompetenz abzubilden.