Definition
Ein Zeitplan, der festlegt, wann diagnostische, formative, summative und Zertifizierungsbewertungen innerhalb eines Erwachsenenbildungsprogramms oder Kurses stattfinden, einschließlich Bewertungsarten, Prüfungs‑ bzw. Abgabefenstern, Fristen für Nachholprüfungen, Verfahren für Nachteilsausgleiche, Berichtsfristen und Verknüpfungen zu Lernzielen.

Prinzip

Prinzip
Transparente und vorhersehbare Bewertungszeiten unterstützen Validität und Fairness: Die Terminierung von Prüfungen mit klaren Fenstern und Regelungen für Nachteilsausgleiche reduziert Konflikte, ermöglicht Erwachsenen die Planung und stellt sicher, dass Bewertungsaufgaben mit den angegebenen Zielen übereinstimmen.

Demonstration

Demonstration
Ein Bewertungsplan für ein berufliches Ausbildungsprogramm, der eine diagnostische Prüfung am ersten Tag vermerkt, wöchentliche formative Quizze freitags, zwei mittelfristige Leistungsbewertungen in Woche 4 und 8, eine praktische Abschlussprüfung in Woche 12, Fristen für Nachreichen sowie ein Protokoll zur Terminierung von Nachholprüfungen bei beruflichen Konflikten aufführt.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Festgelegte Hochrisikotermine zu veröffentlichen, ohne Fenster oder Nachteilsausgleiche für Berufstätige und Familienpflichten anzubieten, mehrere große Prüfungen in einer Woche zu bündeln oder geplante Bewertungen nicht mit den Lernzielen des Syllabi abzustimmen.

Konsequenz

Konsequenz
Ein klarer Bewertungsplan reduziert Terminüberschneidungen und Prüfungsangst, ermöglicht Lernenden die Vorbereitung und gegebenenfalls das Aushandeln von Freistellungen oder Kinderbetreuung, erlaubt Lehrenden effektive Feedbackzyklen und unterstützt Programmverantwortung und Datenerhebung.

Umkehrung

Umkehrung
Ohne Plan oder mit undurchsichtigem Zeitplan werden Bewertungen ad hoc durchgeführt, was zu Überraschungen, verpassten Remediationsmöglichkeiten und dem Eindruck von Willkür führt und das Vertrauen der Lernenden untergräbt.

Abgrenzung

Abgrenzung
Ein Bewertungsplan legt Zeitpunkte und Fenster fest; er umfasst nicht die Bewertungsinstrumente selbst und ist nicht automatisch eine Bewertungsrichtlinie mit Bewertungsregeln (kann sich aber darauf beziehen). Er kann auf Kurs-, Programm‑ oder Kohortenebene gelten.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Verwechslungen zwischen Bewertungsplan (Timing und Logistik) und Bewertungsrichtlinie (Regeln, Notenskalen, Wiederholungsregeln) sind häufig; dies führt zu Auseinandersetzungen über Flexibilität versus Standarderhalt.

Synthese

Synthese
Ein Bewertungsplan für die Erwachsenenbildung ist ein transparenter Zeitplan für unterschiedliche Bewertungsarten und deren logistische wie ausgleichende Regelungen, der Erwachsenen Planungssicherheit gibt und Programmen Koordination von Evaluation und Berichterstattung bei gleichzeitiger Wahrung der Fairness ermöglicht.