Definition
Ein Schreibprotokoll ist eine vorgeschriebene Abfolge von Schritten, Rollen und Interaktionsregeln, die im Unterricht oder beim Peer-Review eingesetzt wird, um Schreibpraxis, Feedback- und Überarbeitungszyklen zu strukturieren.

Prinzip

Prinzip
Klare, replizierbare Schritte und Rollen definieren, damit Feedback fokussiert, gerecht und an beobachtbaren Textmerkmalen statt an persönlichen Vorlieben orientiert ist.

Demonstration

Demonstration
Ein Klassenprotokoll, das Schülerinnen und Schüler anleitet, den Entwurf eines Peers nach einem einzigen Kriterium (z. B. Absatz- Einheit) zu lesen, zeitlich begrenztes Feedback mit Satzanfängen zu geben und vorgeschlagene Überarbeitungen für den Autor zu notieren.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Ein Protokoll so mechanisch anwenden, dass es adaptives Lehrerurteil verhindert, die Stimme der Lernenden unterdrückt oder nuancierte Kritik auf formelhafte Kommentare reduziert.

Konsequenz

Konsequenz
Wirksame Protokolle steigern Qualität und Spezifität des Feedbacks, fördern übertragbare Überarbeitungsfähigkeiten und schaffen vorhersehbare Routinen, die die Schreibentwicklung beschleunigen.

Umkehrung

Umkehrung
Unstrukturierte Peer-Reviews, bei denen Kommentare unscharf sind, ungleiche Beteiligung vorkommt und Autoren widersprüchliche oder wenig hilfreiche Vorschläge erhalten.

Abgrenzung

Abgrenzung
Bezieht sich auf interaktive Prozesse rund ums Schreiben (Peer-Review, Lehrergespräche, Überarbeitungszyklen); es ist keine Curriculumssequenz und kein alleiniges Summativ-Instrument.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Spannung besteht gegenüber Rubriken und Unterrichtsskripten: Protokolle legen Interaktionsform und Prozess fest, während Rubriken bewertende Kriterien definieren und Skripte den Unterricht sequenzieren.

Synthese

Synthese
Ein Schreibprotokoll legt eine Interaktionsstruktur—Schritte, Rollen und Normen—fest, die Feedback- und Überarbeitungsprozesse fokussierter, gerechter und effektiver macht.