Definition
Eine wiederholte Abfolge kollaborativer Phasen — Zielsetzung, Gemeinsame Planung, Unterrichtsbeobachtung, Feedback und Reflexion — mit dem Fokus auf die Verbesserung einer konkreten Unterrichtspraxis oder eines Schülerergebnisses.

Prinzip

Prinzip
Kurze, fokussierte Zyklen mit klaren, messbaren Zielen und unmittelbaren Unterrichtsbelegen bewirken rasche, beobachtbare Veränderungen in der Lehrpraxis.

Demonstration

Demonstration
Ein Coach und eine Lehrkraft vereinbaren einen vierwöchigen Zyklus zur Verbesserung von Fragetechniken: gemeinsame Planung, Beobachtung von zwei Unterrichtsstunden, Analyse von Video und Schülerarbeiten, Festlegung von Zielen für den nächsten Zyklus.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Beobachtung und Feedback als evaluative Überwachung zu nutzen oder Zyklen ohne messbare Ziele oder Nachverfolgung durchzuführen, untergräbt Vertrauen und Lernen.

Konsequenz

Konsequenz
Sind die Zyklen iterativ und dateninformiert, verfeinern Lehrkräfte effizient ihre Praxis, Schülerengagement und Leistungsindikatoren verbessern sich und die Unterrichtskohärenz steigt.

Umkehrung

Umkehrung
Wird der Zyklus übersprungen oder als top‑down Inspektion angewandt, gehen Möglichkeiten reflexiver Praxis und gezielter Verbesserung verloren und es kann Widerstand entstehen.

Abgrenzung

Abgrenzung
Der Coaching‑Zyklus unterscheidet sich vom allgemeinen beruflichen Lernen und vom Mentoring: Er ist zeitlich begrenzt, auf eine konkrete Praxis fokussiert und stützt sich auf Belege aus dem Unterricht der Lehrkraft.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Spannungen entstehen zwischen Coaching als vertraulichem, entwicklungsorientiertem Prozess und seiner Verwendung für Leistungsmanagement oder Compliance‑Dokumentation.

Synthese

Synthese
Ein Coaching‑Zyklus ist eine disziplinierte, zeitlich begrenzte Zusammenarbeit zwischen Coach und Lehrkraft, die Planung, Beobachtung, Feedback und Reflexion nutzt, um messbare Verbesserungen einer gezielten Unterrichtspraxis zu erzielen.