Definition
Eine formale Vereinbarung, die weniger erfahrene Lehrkräfte mit erfahreneren Kolleginnen und Kollegen verbindet, welche Anleitung, Feedback, Modellverhalten und emotionale Unterstützung zur Entwicklung der Unterrichtskompetenz bieten.

Prinzip

Prinzip
Nachhaltige, vertrauensvolle Beziehungen und arbeitsintegrierte Unterstützung durch qualifizierte Mentorinnen und Mentoren führen zu tieferem professionellen Lernen als einmalige Interventionen.

Demonstration

Demonstration
Ein Mentoring‑Programm weist neu eingestellten Lehrkräften für zwei Schuljahre erfahrene Lehrkräfte zu, mit regelmäßigen gemeinsamen Planungszeiten, Unterrichtsbesuchen, Nachbesprechungen und gemeinsamer Zielvereinbarung.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Einem Mentor eine Rolle zuweisen ohne Ausbildung, Zeitressourcen oder klare Aufgabenbeschreibung, wodurch oberflächliche Treffen entstehen, die die Unterrichtspraxis nicht verbessern.

Konsequenz

Konsequenz
Hochwertiges Mentoring stärkt das Selbstvertrauen von Novizen, verringert die Abwanderung in der Anfangsphase und fördert die Übernahme wirksamer Unterrichtsstrategien.

Umkehrung

Umkehrung
Fehlt Mentoring oder ist es oberflächlich, fehlen neuen Lehrkräften praktische Orientierung, ihre Kompetenzentwicklung verläuft langsamer und sie fühlen sich nicht unterstützt.

Abgrenzung

Abgrenzung
Unterscheidet sich von kollegialem Austausch und evaluativen Beobachtungen durch Vorgesetzte; Mentoring ist vorrangig entwicklungsorientiert und vertraulich, nicht formale Leistungsbewertung.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Spannungen entstehen zwischen dem vertraulichen, vom Mentee gesteuerten Charakter des Mentorings und institutionellen Anforderungen an Rechenschaft und Dokumentation.

Synthese

Synthese
Ein Mentoring‑Programm ist ein strukturiertes, nachhaltiges Paarungsverfahren, in dem erfahrene Lehrkräfte praxisorientierte Anleitung, Feedback und Unterstützung bieten, um die berufliche Entwicklung weniger erfahrener Kolleginnen und Kollegen zu beschleunigen.