Definition
Ein formalisierter Prozess, der mehrere Belegquellen — Unterrichtsbeobachtungen, Lernergebnisse der Schülerinnen und Schüler, berufliche Beiträge und Artefakte — zur Beurteilung der Wirksamkeit einer Lehrkraft zusammenführt, mit Blick auf Entwicklung, Rechenschaft und Personalentscheidungen.
Prinzip
Prinzip
Eine belastbare Evaluation benötigt multiple, komplementäre Belege, klare Kriterien und Raster, Kalibrierung zwischen Bewertern und Transparenz, damit Entscheidungen verlässlich und begründbar sind.
Demonstration
Demonstration
Eine jährliche summative Überprüfung kombiniert drei Beobachtungen (eine summative, zwei formative), Messungen des Lernzuwachses, ein Portfolio professionellen Lernens und eine Selbstreflexion, um eine Gesamtwirksamkeitsbewertung und gezielte Ziele zu erstellen.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Die alleinige Nutzung einer einzelnen Beobachtung oder eines ungeeichten Testergebnisses als Grundlage für personelle Maßnahmen oder die Anwendung undurchsichtiger Bewertungsraster, die Lehrkräfte nicht nachvollziehen können.
Konsequenz
Konsequenz
Bei Implementierung mit mehreren Messgrößen und klaren Prozessen können Evaluationen Karriereentwicklung lenken, Fortbildungsbedarfe aufzeigen und systemische Verbesserungen unterstützen bei Wahrung des rechtlichen Schutzes.
Umkehrung
Umkehrung
Ein System ohne summative Beurteilungen, das nur formatives Feedback nutzt, schafft weniger formelle Rechenschaftspflicht, könnte aber die Hebel zur Behebung anhaltender Defizite vermissen lassen.
Abgrenzung
Abgrenzung
Umfasst summative und formative Elemente im Rahmen der Policy; schließt informelle Absprachen und Peer‑Gespräche aus, die nicht Bestandteil des festgelegten Evidenzrahmens für Entscheidungen sind.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Wird oft mit Beobachtung gleichgesetzt: Evaluation interpretiert und gewichtet beobachtete Belege und andere Maße, wodurch Spannungen entstehen, wenn Beobachtungsdaten in Endbewertungen über- oder unterbewertet werden.
Synthese
Synthese
Lehrerevaluation ist die strukturierte Integration mehrerer Belegströme unter definierten Kriterien zur Erzeugung von Urteilen für berufliche Entwicklung, Rechenschaft und Personalprozesse.