Definition
Eine bewusst sequenzierte Beschreibung zunehmend komplexerer Kenntnisse, Fertigkeiten und Praktiken in einem bestimmten Fachgebiet, die Lernende im Laufe der Zeit entwickeln sollen; dargestellt als geordnete Leistungserwartungen oder Stufen, die typische Entwicklungsverläufe in einer Population widerspiegeln.
Prinzip
Prinzip
Wachstum im Fachgebiet als geordnete, interpretierbare Schritte darstellen, sodass Curriculum, Unterricht und Prüfung an erwartete Zwischenzustände anstatt nur an Anfangs- und Endziele ausgerichtet werden können.
Demonstration
Demonstration
Eine Progression in Mathematik, die das Verständnis von Brüchen von der Aufteilung ganzer Objekte über die Darstellung von Brüchen bis hin zum Vergleichen und Rechnen mit Brüchen in Stufen ordnet und für jede Stufe Beispielaufgaben und Jahrgangsspannen benennt.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Die Progression als starre Checkliste behandeln, die jede Person zu festen Zeitpunkten durchlaufen muss, oder sie auf einzelnen Klassenstufen festlegen, ohne individuelle Unterschiede zu berücksichtigen.
Konsequenz
Konsequenz
Richtig angewandt leiten Progressionen ein kohärentes Curriculumdesign, formative Assessments und unterrichtliche Scaffolds, die kumulatives Lernen unterstützen und Lernerwartungen klarer machen.
Umkehrung
Umkehrung
Ein Vorgehen, das nur isolierte Lernziele oder Einmaltests nutzt und so fragmentierten Unterricht erzeugt, der entwicklungsbedingte Abhängigkeiten zwischen Fertigkeiten ignoriert.
Abgrenzung
Abgrenzung
Beschreibt typische, populationsbezogene Sequenzen und Erwartungsniveaus; legt nicht das Tempo für einzelne Lernende fest, schreibt keine konkreten Unterrichtseinheiten vor und ersetzt nicht das aufgabenbezogene formative Urteil.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Wird oft mit Lerntrajektorien verwechselt: Progressionen betonen geordnete, fachweite Stufen für Gruppen, während verwandte Begriffe wie Trajektorien oder Scaffolds individuelle Wege und instruktive Maßnahmen hervorheben.
Synthese
Synthese
Eine Lernprogression verbindet eine normative Reihenfolge fachlicher Kenntnisse und Fertigkeiten mit konkreten Leistungsbeschreibungen, sodass Lehrkräfte Ziele, Assessments und Unterricht an erwarteten Zwischenzuständen der Kompetenz ausrichten können.