Definition
Ein zielgerichteter Prozess, in dem unbekannte Situationen interpretiert, mathematische Repräsentationen und Strategien gewählt und angewandt, der Fortschritt überwacht und Lösungen reflektiert werden, um begründete Schlussfolgerungen zu erreichen.

Prinzip

Prinzip
Problemlösen vereint Domänenwissen, heuristische Strategien, Modellbildung und metakognitive Steuerung; Erfolg hängt vom Iterieren zwischen Repräsentation, Rechnung und Begründung ab.

Demonstration

Demonstration
Schülerinnen und Schüler bearbeiten ein Mischungsproblem zu Raten, übersetzen den Kontext in Verhältnisse und Gleichungen, testen einen Lösungsansatz, revidieren ihr Modell nach einem Gegenbeispiel und begründen die finale Antwort schriftlich.

Fehlanwendung

Fehlanwendung
Problemlösen als bloße Anwendung auswendig gelernter Algorithmen auf scheinbar neue Aufgaben zu unterrichten oder nur Schritt-für-Schritt-Listen zu geben, ohne Modellbildung und Reflexion zu fördern, untergräbt Transferleistung.

Konsequenz

Konsequenz
Authentisches Problemlösen fördert übertragbares Denken, adaptive Strategien und die Fähigkeit, nicht-routinemäßige Aufgaben in verschiedenen Inhaltsbereichen zu bewältigen.

Umkehrung

Umkehrung
Die Umkehr besteht darin, die Praxis auf routinemäßige Übungen mit bekannten Lösungswegen zu beschränken; das steigert zwar die Geschwindigkeit bei Vertrautem, entwickelt aber keine Strategien für neue oder schlecht formulierbare Probleme.

Abgrenzung

Abgrenzung
Bezieht sich auf nicht-routinemäßige Aufgaben, die Interpretation und Strategie erfordern; schließt routinemäßige prozedurale Praxis, Drill für isolierte Fakten oder Aufgaben aus, deren Lösung nur die Anwendung eines einzigen auswendig gelernten Schritts erfordert.

Semantische Spannung

Semantische Spannung
Es besteht Spannung zwischen Problemlösen als offener Erkundung und als strukturiertem Fertigkeitstraining; Lehrkräfte müssen Anleitung und Unabhängigkeit abwägen, um Lernen zu ermöglichen, ohne Herausforderungen zu nehmen.

Synthese

Synthese
Problemlösen (Mathematik) ist die zyklische Tätigkeit des Modellierens unbekannter Situationen, des Anwendens und Anpassens von Strategien, des Überprüfens und Überarbeitens von Arbeit sowie der Erstellung begründeter Lösungen, die über mechanische Anwendung hinausgehen.