Definition
Ein Platzierungskonzept im Bildungsbereich, das darauf abzielt, Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen soweit wie möglich gemeinsam mit nichtbehinderten Mitschülern zu unterrichten, ohne ihre spezifischen Bedürfnisse zu vernachlässigen.
Prinzip
Prinzip
Wähle die Platzierung, die die wenigsten unnötigen Beschränkungen für Zugang und Teilhabe auflegt und gleichzeitig die Bildungs‑ und Sicherheitsbedürfnisse des Schülers erfüllt; der Regelunterricht mit ergänzenden Unterstützungen hat Vorrang, wenn möglich.
Demonstration
Demonstration
Ein Mittelstufenschüler mit Sprach‑ und Sprechbedarf verbringt den Großteil des Tages im Regelunterricht, erhält jedoch geplante Förderstunden beim Logopäden und In‑Class‑Unterstützung.
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Den Begriff verwenden, um Druck auf eine Platzierung im Regelunterricht auszuüben, obwohl klare Hinweise vorliegen, dass eine spezialisiertere Umgebung für wirksamen Unterricht oder Sicherheit erforderlich ist.
Konsequenz
Konsequenz
Angemessene LRE‑Entscheidungen fördern soziale Integration, Zugang zum Jahrgangscurriculum und Kontinuität mit Peers, erfordern jedoch sorgfältig gestaltete Unterstützungen und Monitoring.
Umkehrung
Umkehrung
Am stärksten einschränkende Platzierungen wie separate Sonderschulen oder segregierte Klassen, die die Interaktion mit nichtbehinderten Mitschülern einschränken.
Abgrenzung
Abgrenzung
Gilt speziell für Platzierungsentscheidungen bei Schülern mit anerkannter Behinderung; es bestimmt nicht die Unterrichtsmethoden für alle Schüler und ersetzt nicht individuelle klinische Entscheidungen, wenn medizinische oder Sicherheitsaspekte Vorrang haben.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Spannung besteht zum Konzept der ‚besten Bildungsumgebung‘, bei der die hilfreichste Lernumgebung möglicherweise restriktiver ist; das Gleichgewicht zwischen Integration und unterrichtlicher Wirksamkeit ist strittig.
Synthese
Synthese
Das Konzept LRE balanciert das Ziel maximaler Teilhabe im Regelunterricht mit der Notwendigkeit individuell angepasster Unterstützungen und wählt den Rahmen, der den Zugang am wenigsten einschränkt.