Definition
Eine klare, lernendenzentrierte Aussage, die beschreibt, welche Kenntnisse, Fähigkeiten, Einstellungen oder Kompetenzen Lernende nach Abschluss eines Kurses, Programms oder einer bedeutenden Unterrichtssequenz nachweisen sollen.
Prinzip
Prinzip
Lernergebnisse betonen den nachweisbaren Kompetenzzuwachs und sind so formuliert, dass sie bewertbar sind, oft auf Kurs- oder Programmebene und mit Bewertungskriterien oder Standards verknüpft.
Demonstration
Demonstration
Beispiel: „Nach Abschluss des Kurses erstellen die Studierenden einen 1.500 Wörter langen Forschungsbericht, der Primär- und Sekundärquellen synthetisiert, eine geeignete Methodik anwendet und die Kriterien für wissenschaftliches Zitieren erfüllt.“
Fehlanwendung
Fehlanwendung
Lernergebnisse als Beschreibungen von Lehraktivitäten zu behandeln („Kapitel 1–5 behandeln“) oder sie als vage affektive Ziele zu formulieren wie „Studierende werden Musik schätzen“, die nicht zuverlässig bewertet werden können.
Konsequenz
Konsequenz
Gut definierte Lernergebnisse leiten die Lehrplanentwicklung, summative Bewertungen, Entscheidungen zur Zertifizierung und helfen Lernenden, die Erwartungen am Kursende zu verstehen.
Umkehrung
Umkehrung
Die Umkehrung betont Lehrerabsichten oder kurzfristige Ziele statt dauerhafter, nachweisbarer Schülerkompetenz; es handelt sich um ein Unterrichtsziel statt um ein Ergebnis.
Abgrenzung
Abgrenzung
Lernergebnisse gelten typischerweise auf Kurs- oder Programmebene und schließen spezifische didaktische Maßnahmen aus; sie sind breiter als Lernziele einzelner Stunden, aber konkreter als Leitbilder.
Semantische Spannung
Semantische Spannung
Es besteht Spannung zwischen ergebnisorientierter Verantwortlichkeit (summativ, Systemebene) und formativen, prozessorientierten Verwendungen von Zielen, die den täglichen Unterricht unterstützen.
Synthese
Synthese
Ein Lernergebnis formuliert die Endkompetenz, die Lernende zeigen müssen, und verbindet Curriculumsziele mit Bewertung und Zertifizierung auf Kurs- oder Programmebene.